Junkersdorf

Stadtteil in Köln Lindenthal

Zahlreiche Funde aus römischer und fränkischer Zeit lassen darauf schließen, dass das Gebiet vom Kölner Stadtteil Junkersdorf seit römischer Zeit durchgehend besiedelt war. Junkersdorf wird erstmals im Jahre 962 urkundlich erwähnt, als der Kölner Erzbischof Bruno dem Damenstift der Heiligen Cäcilia zu Köln Land in Guntheresthorp schenkte.

Gartenstadt Junkersdorf
Bis zur französischen Besetzung im Jahre 1798 bildete die "Herrlichkeit Junkersdorf" eine freie Herrschaft im Erzstift Köln, vergleichbar zu dem heutigen Erzbistum Köln, die den jeweiligen Besitzern des Statthalterhofs zugehörig war. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts gingen die Herrscherbefugnisse auf die Antoniter über, die bis zur Säkularisation die Dorfherren blieben. Im Gegensatz zu den umliegenden Dörfern veränderte sich das Ortsbild von Junkersdorf aufgrund seiner Lage abseits der Hauptverkehrswege nur recht langsam.

Die noch heute bestehenden Hofgüter und die Dorfkirche von Junkersdorf bilden auch jetzzt noch reizvolle ländliche Ensembles. Die Ausweitung des Ortes als "Gartenstadt" begann in den späten 1920er Jahren mit dem Bau vornehmer Einfamilienhäuser. Durch die Anlage des Äußeren Grüngürtels wurden auch die Junkersdorfer Felder für exklusives Bauen in grüner Umgebung interessant und schon ab 1930 entstanden gleichzeitig mehrere gartenstadtartige Siedlungsprojekte, insbesondere die "Gartenstadt Stadion".

Nicht nur die Güterbahn veränderte Junkersdorf
Junkersdorf wurde 1975 im Zuge der kommunalen Neugliederung nach Köln eingemeindet. Dabei kamen die Hofgüter Burg Horbell und Stüttgenhof sowie die Hofsiedlung Marsdorf zu dem Stadtteil Junkersdorf, die zuvor zur Gemeinde Lövenich gehört hatten. Der Ursprung von Marsdorf findet sich in frühen Ansiedlungen fränkischer Bauern. Die Ansiedlung bestand bis zum Ende des 19. Jahrhundert aus drei Gutshöfen sowie einem bäuerlichen Anwesen.

Neben dem Neubau von Hofanlagen abseits des alten Siedlungskerns stellte die Einrichtung einer Güterbahnverbindung von den Frechener Braunkohlegruben und -fabriken zur Staatsbahn nach Köln-Ehrenfeld im Jahre 1891 die einschneidendste Veränderung in der Ortsentwicklung dar. Zwei Jahre später verkehrte zusätzlich ein Personenzug auf der gemeinsam genutzten Gleisanlage.

Sehenswürdigkeiten im Stadtteil Junkersdorf
alte Dorfkirche Am Schulberg
Bodenhof mit Hofkreuz
Brennerscher Hof
Dietrich-Bonhoeffer-Kirche
Esserhof (Reiterhof)
Fronhof mit Marienkapelle
Junkersdorfer Hof
Sankt Pankratius Kirche
Statthalter Hof mit Heiligenhäuschen
Stüttgenhof mit Fachwerkscheune
Burg Horbell
Gut Conzen
Gut Keuschhof

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